Spanische Steueraufsicht verschärft Krypto-Währungsaufsicht trotz COVID-19-Pandemie

Die furchtbare Situation in Spanien, die durch den COVID-19-Ausbruch verursacht wurde, verzögert die lokalen Behörden nicht, Mitteilungen an die Steuerzahler zu senden. Dazu gehören Händler und Investoren in Krypto-Währungen, die sich im vergangenen Jahr auf 66.000 vervierfacht haben.

Spanien besteuert 66k Krypto-Investoren

Die spanische Steuerbehörde (Agencia Estatal de Administracion Tributaria oder AEAT) begann am 1. April mit dem Versand der Mitteilungen und wird laut einem lokalen Bericht bis zum 30. Juni fortgesetzt.

AEAT hat die Anzahl der Bescheide seit einigen aufeinander folgenden Jahren erhöht. Dazu gehören auch Personen, die mit Krypto-Währungen oder mit Bitcoin Evolution arbeiten.

Im vergangenen Jahr hat die Aufsichtsbehörde 14.700 Mitteilungen an solche Investoren verschickt. In diesem Jahr ist die Zahl auf etwa 66.000 gestiegen. Der rasche Anstieg signalisiert das gestiegene Interesse der spanischen Bürger an digitalen Vermögenswerten.

Aus Berichten aus dem Jahr 2018 geht hervor, dass die Agentur vor allem Unternehmen ins Visier nahm, die mit Krypto-Währungen in Verbindung stehen. Zu dieser Zeit gehörten dazu Finanzunternehmen, Zwischenhändler wie Kryptowährungswechsel und Geldautomaten sowie Unternehmen, die digitale Vermögenswerte als Zahlungsoption akzeptieren. Eine Analyse des Nationalen Amtes für Betrugsbekämpfung (ONIF) wies darauf hin, dass damals nur 16 solcher Unternehmen in Spanien registriert waren.

Bitcoin Evolution und die Krise

Keine COVID-19-Verzögerung

Trotz des Coronavirus-Ausbruchs, der in Spanien besonders schädlich ist, werden die Meldungen von AEAT wie geplant verlaufen. Während die Zahl der bestätigten Fälle weltweit eine Million überschritten hat, liegt die iberische Nation auf dem dritten Platz dieser negativen Rangliste. Mit über 110.000 Fällen liegt Spanien nur noch hinter Italien und den USA.

Maria Jose Sierra, eine Sprecherin der Notfall-Koordinationsstelle des spanischen Gesundheitsministeriums, teilte jedoch mit, dass sich die Zahl der neuen Fälle nun stabilisiert:

„Wir fahren mit einem Anstieg von etwa 8% fort. Dies deutet, wie wir bereits gesehen haben, auf eine Stabilisierung der Daten hin, die wir registrieren.

Noch beunruhigender für das Land ist jedoch die Zahl der Todesopfer. Mit 950 Fällen in den vergangenen 24 Stunden überschritt die Gesamtzahl 10.000, womit Spanien auf diese Weise am zweitschlimmsten betroffen ist. Dies entspricht einer Todesrate von fast 10%. Das ist viel höher als die zuvor festgestellte Rate von 3,4%.

Abgesehen von den gesundheitlichen Auswirkungen auf das Leben der Menschen verursacht die landesweite Abriegelung zahlreiche Probleme für die Wirtschaft. Fast 900.000 Einwohner haben in den letzten Wochen ihre Arbeit verloren.